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"achtzehndreißig" VÖ: 22. Juni 2012 soundso/nmd
Warum eigentlich Café Jazz, wo es doch korrekterweise Café Pop heißen müsste? Eine viel zu deutsche Frage für eine Band, die sich in deutschsprachigen Gefilden mit so traumwandlerischer Selbstsicherheit zwischen den Stilen bewegt wie sie Worte für einen Zustand findet, den man hierzulande gerade in musikalischer Form eher selten antrifft: Leichtigkeit. Die verbindet das sächsische Quintett auf dem Debütalbum „achtzehndreißig“ mit spielerischer Raffinesse und subtilem Pathos.
Längst sind Jan-Philipp Schneider (Gesang, Keyboard), Alexander Henke (Gitarre), Steve Kuhnen (Saxophon), Bernhard Stiehle (Bass) und Friedrich Steinke (Schlagzeug) aus ihrer Heimatstadt Bautzen ausgezogen, um die Welt mit ihren süchtigmachenden Popsongs zu erobern. Erst Dresden, wo ihnen die Band-Szene schon nach kurzer Zeit zu eng wurde. Berlin bot schließlich mit seinen sonnigen Alleen und Boulevards die ideale Umgebung für Straßenkonzerte. Gleich beim ersten Mal gingen ein paar hundert selbst aufgenommene Demos über den Gitarrenkoffer. Tagelang tingelten sie mit ihrem Kleinbus von einem Straßen-Gig zum nächsten: Eine Erfahrung, die, wie Drummer Friedi sagt, „die Band erst so richtig zusammen geschweißt hat.“ Tatsächlich passen die mitreißenden Stücke von „achtzehndreißig“ perfekt in die szenigen Clubs und Bars in Berlin Friedrichshain, eine Umgebung, die angesagter und zeitgemäßer kaum sein könnte |